Wir waren nur fünf Tage dort. Eigentlich viel zu kurz, um ein Haus wie das Franks wirklich vollständig kennenzulernen. Denn neben 5-Sterne-Komfort, Gourmetküche und einer riesigen Wellnesslandschaft bietet das malerisch vor einer imposanten Alpenkulisse liegende Hotel ein umfangreiches Wochenprogramm, von dem wir in der kurzen Zeit kaum mehr als einen Ausschnitt gesehen haben.
Das Franks ist kein Hotel, in dem man einfach nur ein schönes Zimmer bucht und dann schaut, was passiert. Es ist ein Ort, von dem aus man Oberstdorf und die Allgäuer Berge erleben kann und gleichzeitig jederzeit wieder in den angenehmen wie stilvollen und zurückhaltenden Luxus des Hotels zurückkehrt.
Diese Kombination hat mir gefallen.
Ankommen und sofort willkommen sein
Schon bei unserer Ankunft hatte ich dieses Gefühl, dass hier jemand wirklich mitdenkt. Oder konkreter gesagt: Man merkt, dass die Familie Frank, die das Haus seit mehreren Generationen führt, einen Ort schaffen wollte, der mehr ist als eine grandiose Unterkunft. Und der ständig mit weiteren, neuen Ideen verbessert wird. Das spürt man von der ersten Sekunde an, in der man dort ist. Wir wurden herzlich begrüßt und in unserer Suite „Hohes Licht" warteten bereits kleine Geschenke für Luca. Ein Zelt, Nachtlichter, eine Gute-Nacht-Geschichte und weitere Aufmerksamkeiten, die für sich allein genommen womöglich gar nicht als sonderlich spektakulär deklariert werden würden. Aber genau das ist ja der Punkt. Es sind diese kleinen Dinge, an denen man sieht, dass jemand nicht nur ein Zimmer vorbereitet, sondern darüber nachgedacht hat, wer darin ankommt.
Unsere Suite selbst war mit ihren 100 Quadratmetern ohnehin ein ziemlich guter Ort, um anzukommen. Und dann dieser Blick. Berge. Himmel. Der Infinitypool. Und eine riesige Terrasse, auf der wir später noch sehr viel Zeit verbringen sollten. Wir alle, und vor allem auch Luca, wussten oft nicht, was wir als erstes machen wollten, so viele Möglichkeiten wurden uns als Gäste geboten.
Dieses Gefühl kommt nicht von ungefähr. Das Franks beschreibt seine Philosophie selbst mit dem Gedanken, sich „wie bei guten Freunden" zu fühlen. Und tatsächlich war das für mich einer der stärksten Eindrücke unseres Aufenthalts. Die Gastgeberfamilie Frank und das Team schaffen eine persönliche Atmosphäre, ohne dass sie aufgesetzt wirkt. Man spürt die Freundlichkeit, die Herzlichkeit, oder wie auch immer man es beschreiben möchte: Hier möchte jemand einfach, dass du dich wohlfühlst.
Gourmetmenü und Bällebad
Natürlich ist das Franks ein 5-Sterne-Hotel. Das zeigt sich an der Suite, an der Ausstattung, an der Wellnesslandschaft. Und vor allem am Essen.
Wir wurden eigentlich den ganzen Tag über versorgt: morgens ein großes Frühstück, nachmittags Brotzeit, Kuchen und Snacks und abends das Gourmetdinner. Das Franks bietet im Rahmen seiner Verwöhnpension täglich ein 5-Gang-Gourmetmenü an; dazu kommen weitere kulinarische Formate und je nach Wochentag besondere Dinner. Jeden Abend erwartete uns ein Geschmacksfestival, perfekt abgestimmt auch für uns als Vegetarier.
Interessant fand ich dabei: Das Essen hatte durchaus den Anspruch, den man von einem Haus dieser Klasse erwartet, die allabendliche Dinner-Atmosphäre fühlte sich aber trotzdem nicht steif an. Und während wir Erwachsenen uns durch Frühstück, Brotzeit und Abendessen gegessen haben, war Luca mit dabei.
Für ihn gab es den Spielplatz direkt neben der Poollandschaft. Besonders begeistert war er von den Baggern dort, die nach jedem Gewitter ziemlich dreckig waren und deshalb natürlich umgehend von ihm „repariert" werden mussten. Und wenn das Wetter einmal nicht mitspielte, gab es das Spielzimmer mit Bällebad, Rutsche und weiteren Möglichkeiten zum Austoben. Oft hatten wir Mühe, Luca davon zu überzeugen, dass man durchaus mal für eine halbe Stunde Pause vom Bällebad machen darf, um ein bisschen zu Abend zu essen. So konnte jeder seinen Urlaub haben, ohne dass wir ständig getrennte Programme brauchten.
3.000 Quadratmeter zum Runterfahren
Und schließlich das Franks Spa. Auf über 3.000 Quadratmetern verteilt sich die Wellnesslandschaft über mehrere Bereiche, mit verschiedenen Pools, Saunen, Dampfbädern und Ruhezonen. Dazu kommen unter anderem der Infinitypool mit Blick auf die Berge und die Onsenpools im GipfelSpa.
Wir haben davon vor allem das genutzt, was mit Luca für uns gut funktioniert hat. Aber allein die Möglichkeit, morgens mit Bergblick zu schwimmen, tagsüber draußen zu liegen und zwischendurch wieder in diese Ruhe zurückzukehren, war für mich eine ziemlich exakte Definition von Urlaub.
Und dann kam Oberstdorf
So schön das Hotel selbst ist: Ein weiterer großer Teil des Erlebnisses Franks liegt darin, dass man irgendwann einfach rausgeht. Und das haben wir gemacht.
Wir waren an einem kleinen Bergsee und an einem Bach, Luca ist von Stein zu Stein gehüpft, hat die Umgebung erkundet und Dinge gefunden, die für einen Zweieinhalbjährigen offenbar mindestens so spannend sind wie für andere Menschen ein Gipfelkreuz. Für mich war dieser Ausflug besonders schön.
Ich habe selbst Erinnerungen an Naturerlebnisse aus meiner Kindheit, die bis heute geblieben sind. Und ich hatte plötzlich diesen Gedanken: Vielleicht wird so ein Tag am Bach irgendwann einmal eine von Lucas Kindheitserinnerungen sein. Vielleicht erinnert er sich später daran. Vielleicht auch nicht. Ich jedenfalls werde das. Und danach, natürlich, schnell wieder "nach Hause" ins Franks - Rutschen, Baden und mit der Restaurantchefin in der Küche verschwinden, um sich seine Lieblingssorte Eis direkt am Kühlschrank auszusuchen.
Unser täglicher Programmpunkt: das Gewitter
In den fünf Tagen hatten wir tatsächlich fast jeden Tag ein Gewitter. Irgendwann wurde es zu einem Ritual. Die Natur schafft abenteuerlich faszinierende Orte. Die Wetterszenarien in Oberstdorf gehören mit Sicherheit dazu. Oft zogen sich kurz vor dem Abendessen plötzlich die Wolken zusammen. Der Himmel wurde dunkel, der Wind kam auf. Der Infinitypool wurde geschlossen, die Schirme wurden gesichert.
Und wir? Wir lagen auf unserer Panoramaterrasse, eingekuschelt, und haben zugeschaut. Luca beobachtete mit großen Augen, wie die Wolken über den Bergen immer dunkler wurden. Wie der Regen kam. Wie die Blitze den Himmel in kleine Teilchen sortierten. Und wie danach der Donner durch die Berge rollte. Manchmal blieb es beim Zuschauen, manchmal wurde daraus ein kleiner Regentanz.
Und da passierte einer dieser Momente, wegen derer ich mich wahrscheinlich noch lange an das Franks erinnern werde. Nach dem Gewitter ging es für uns zum Abendessen. Während im Speisesaal bereits alles lief, war Luca immer noch fasziniert von dem Schauspiel draußen. Mara, die das Franks gemeinsam mit ihrer Mutter führt, nahm sich deshalb einfach die Zeit, mit ihm noch einmal nach draußen zu gehen und das Gewitter anzuschauen.
Das ist kein Extra auf einer Hotelleistungsliste. Das kann man nicht buchen. Schon gar nicht kann man es erwarten. Aber solche Momente machen für mich einen Aufenthalt besonders.
Erlebnisse, die wir beim nächsten Mal nachholen
Was wir bei unserem kurzen Aufenthalt noch gar nicht geschafft haben, ist das eigentliche Wochenprogramm des Franks.
Und da gibt es einiges: Mehrmals pro Woche werden geführte Wanderungen angeboten, teilweise mit der Familie Frank selbst, außerdem gibt es je nach Saison unterschiedliche Aktivitäten und Kurse. E-Bikes und Wanderausrüstung können ausgeliehen werden, und das Programm reicht von Yoga und Sportkursen bis zu E-Bike-Touren.
Mir gefällt dabei, dass das Programm nicht nur aus einer Liste von Hotelaktivitäten besteht. Das Franks versteht die Erlebnisse auch als Möglichkeit, den Gästen die eigene Heimat zu zeigen. Das ist auch der Gedanke hinter den geführten Wanderungen der Familie Frank. Dass wir das diesmal verpasst haben, ist vielleicht gar nicht schlecht. Denn jetzt haben wir einen ziemlich guten Grund, wiederzukommen.
Familienurlaub oder Auszeit zu zweit?
Das Franks fühlt sich nicht an wie ein klassisches Familienhotel. Luca ist dort willkommen. Sehr sogar. So sehr, dass er kaum wieder wegwollte und bis heute immer wieder von der großen Terrasse und dem Gewitter spricht. Und von den fünf Eissorten, die er an fünf Abenden durchprobiert hat. Dennoch definiert sich das Hotel nicht ausschließlich über Kinder. Im Gegenteil. Die meisten Gäste, die wir in den Tagen kennenlernten, waren Paare jeden Alters. Deutlich jünger als wir, deutlich älter als wir - das Franks bietet den perfekten Rahmen für jede Lebensphase und verbindet damit Generationen.
Man findet Wellness, Gourmetküche, Sport, Natur, Ruhe und jede Menge Möglichkeiten, den Aufenthalt ganz unterschiedlich zu gestalten.
Deshalb kann ich mir das Franks genauso gut als Ort für eine Auszeit zu zweit vorstellen. Als Paar, das morgens gemeinsam wandert, danach im Spa verschwindet und sich abends mit fünf Gängen verwöhnen lässt. Oder als Familie, die morgens gemeinsam frühstückt, danach eine Weile am Pool und auf dem Spielplatz verbringt, einen Ausflug in die Berge macht und den Tag später bei einem Gewitter auf der Terrasse beendet.
Was am Ende bleibt
Ich glaube, das ist es, was ich aus unseren fünf Tagen im Franks mitgenommen habe. Der Luxus ist natürlich da. Die Suite. Der Bergblick. Das Spa. Das Essen. Die Pools. Aber Luxus allein ist für mich inzwischen nicht mehr schwer zu erkennen. Bemerkenswert wird er erst, wenn er nicht kühl wirkt. Wenn jemand deinen Namen kennt. Wenn auf dem Zimmer schon an dein Kind gedacht wurde. Wenn die Gastgeberfamilie selbst präsent ist. Wenn Luca mit strahlenden Augen zum Abendessen geht, weil die Menschen, die sich für eine Weile um uns alle kümmern, ihm das Gefühl geben, etwas Besonderes zu sein. Vielleicht ist das gleichsam das schönste wie auch das wichtigste Gefühl für einen Zweieinhalbjährigen. Und wenn sich ein 5-Sterne-Hotel trotzdem ein bisschen so anfühlt, als wäre man bei guten Freunden angekommen.
Genau das nenne ich Luxus.
- Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung vom Hotel Franks erstellt –




























