MAN MUSS SICH NICHT immer gleich zerveganen

Mittwoch, November 22, 2017


In Zeiten von Fake News und Clickbait, bei denen man manchmal das Gefühl bekommt, es werden Preise dafür vergeben, wer die absurdeste Geschichte oder den größten Shitstorm kreieren kann, ist es eine angenehme Abwechslung, sich auf wirklich vernünftige Menschen verlassen zu können. Auf Menschen, denen 40.000 Likes und 4.000 neue Follower weniger wert sind, als 4 gute Freunde. Denn es gibt sie, diese Preise für abscheuliche Horrorgeschichten und infame Hysterie-Märchen. Die Währung sind Klicks. Klicks auf Facebook-Beiträge oder abstruse Blogs, die als Aufklärungs-Nachrichtenseiten getarnt aus dem Boden schießen und von Chemtrails, Illuminaten, Reptiloiden oder großen Verschwörungen berichten, um möglichst viele dieser Klicks zu generieren.

Ga Ga Land

Die Strahlkraft von 15 Sekunden Internet-Ruhm, wenn ein Beitrag 500 mal geteilt wurde, ist in unserer Generation offensichtlich größer als jeder Drang nach einem erfüllten Leben, guten Freundschaften oder einer ausgeglichenen Work-Life-Balance. Gerade heute habe ich einen als handelsübliche News aufgemachten Bericht gelesen, nachdem Justin Bieber aus der Musikszene aussteigen möchte.



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