Curvy Supermodel: Von der Trabrennbahn auf den Laufsteg

Dienstag, Juli 18, 2017


Die RTL2-Castingshow "Curvy Supermodel" geht mit neuer Jury in die zweite Runde. Gleich zum Auftakt gibt es Zickenkrieg, Tränen und Macho-Sprüche wie "Für deine Oberweite brauchst du einen Waffenschein".

Der Erfolg der ersten Staffel "Curvy Supermodel" lässt sich besonders an zwei Merkmalen ablesen. Zum einen blieben die Social Media Fatshaming-Beauftragten dieses Jahr sehr viel ruhiger und spaßbefreite Kommentare wie "Hungry Supermodel" oder "Germany's Next Topmoppel", die auf der Witzigkeitsskala ohnehin knapp hinter einem Blind Date mit Kim Jong-un rangieren, fanden deutlich seltener statt. Zum anderen gab es mehr als doppelt so viele Bewerbungen wie für die erste Staffel. Wenn man so möchte, hat RTL2 es geschafft, das Format zu etablieren, ohne in die von vielen Seiten prognostizierte Fremdschäm-Ecke abzugleiten. Céline, die den Titel 2016 holte, arbeitet mittlerweile hauptberuflich als Model. Eine Berufssituation, die nicht jede Gewinnerin der großen Schwester GNTM für sich deklarieren kann, die durchschnittlich zehn Kleidergrößen tiefer angesiedelt ist.

Curvy Supernackig

Dennoch kann man alleine die schon vor der ersten Folge feststehenden Änderungen durchaus als "massiv" bezeichnen. Um nicht an dieser Stelle bereits selbst in die Political-Correctness-Falle zu stolpern, korrigiere ich auf: als "signifikant" bezeichnen. Von der Jury aus der Premierenstaffel ist lediglich Angelina Kirsch verblieben.

Fotocredits: © Magdalena Possert/RTL2

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